
Ausverkauftes Haus, begeisterte Teilnehmende und eine Atmosphäre, die den ganzen Tag getragen hat: Cross Innovation FOOD im Heinersreuther Hof zeigte eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn Kreativität, Kulinarik und regionale Wirtschaft zusammenkommen.
Was für ein Tag! Unser Cross-Innovation-Event FOOD war nicht nur ausverkauft – es lief sogar noch besser als erwartet. Vor allem aber stimmte etwas, das sich nicht planen lässt: die Atmosphäre. Offen, herzlich, neugierig und voller Energie. Die Teilnehmenden waren bereit, sich auf einen ganzen Tag einzulassen, miteinander ins Gespräch zu kommen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Schon die gemeinsame Anreise mit dem Shuttle ab Kulmbach machte deutlich: Hier hatten sich Menschen bewusst Zeit genommen. Und diese Zeit war gut investiert.
Ein besonderer Ort und ein herzliches Willkommen
Gastgeber war der Heinersreuther Hof, ein besonderer Ort mit vielfältigen Aktivitäten rund um Ernährung, Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung. Die Adalbert-Raps-Stiftung sorgte für eine hervorragende Betreuung und ein köstliches saisonales Catering. Bei einer Führung über das Gelände erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit und die Möglichkeiten des Hauses.
Auch die regionale Verankerung passte: Der Landkreis Kulmbach war unter anderem durch Landrat Jonas vertreten. Mit Institutionen und Initiativen wie dem KERN-Kompetenzzentrum, den Gewürzmuseen und weiteren Akteuren aus der Region war FOOD genau dort angekommen, wo Ernährung, Wissen, Wirtschaft und Zukunft zusammenlaufen.
Wenn Kreativität auf Kulinarik trifft
Der Höhepunkt des Vormittags war der Vortrag von Tobias Bätz. Der vielfach ausgezeichnete Sternekoch aus dem AURA in Wirsberg nahm das Publikum mit in seine Welt der grenzenlosen Heimat, der Qualität und der kreativen Küche. Die Gäste hingen förmlich an seinen Lippen. Sein unterhaltsamer, pointierter Vortrag lieferte reichlich Gesprächsstoff – und einige seiner Gedanken wurden auch später noch intensiv diskutiert.
Ein Satz blieb besonders hängen: „Nicht das Ergebnis macht die Qualität; die Qualität macht das Ergebnis.“ Thomas Puchtler vom Goldenen Adler in Bischofsgrün griff diesen Gedanken ebenso begeistert auf wie Tobias Bätz’ Ansatz einer „grenzenlosen Heimat“.
Wie viel Kreativität hinter erfolgreichen gastronomischen Konzepten steckt, zeigten anschließend die Beiträge aus dem KÜKO-Netzwerk. Einblicke in CaterSmart, die erfolgreiche Catering-Software eines KÜKO-Mitglieds, machten deutlich, wie digitale Lösungen die Branche unterstützen können.
Silka Mitchell von Leepswood Design und der Künstler und Designer Marc Eichner gaben Einblicke in ihre kreative Arbeit und in die Zusammenarbeit mit der Gastronomie – unter anderem mit dem AURA. Sie zeigten, dass ein überzeugendes kulinarisches Erlebnis weit über das Essen auf dem Teller hinausgeht: Raumgestaltung, Design, Kommunikation und Atmosphäre gehören ebenso dazu.
Auch die Filzkünstlerin Mimi Saalfrank präsentierte ihre Arbeiten und Projekte. Der Markt der Möglichkeiten ergänzte die Impulse um weitere Beispiele kreativer Ideen und Produkte, darunter die individuelle Gärtnerkunst von Nepomuk Neidigk.
Dabei wurde auch eine wichtige Frage sichtbar: Wie können Kreative ihre Ideen und Produkte wirtschaftlich weiterentwickeln und schützen? Nutzungsrechte, Verwertungsmodelle und unternehmerische Fragen sind Themen, bei denen Unterstützung durch Institutionen wie die IHK besonders wertvoll sein kann. Denn gute Ideen brauchen nicht nur Gestaltungskraft, sondern manchmal auch die richtigen Rahmenbedingungen.
Vom Zuhören zum gemeinsamen Entwickeln
Nach den Impulsen ging es ans eigene Denken und Machen. Im interaktiven Workshop, geleitet von Annette Hähnlein, lernten sich die Teilnehmenden noch einmal ganz anders kennen. Kleine spielerische Elemente, interaktive Stationen und liebevoll vorbereitete Materialien machten es leicht, miteinander ins Arbeiten zu kommen.
In gemischten Gruppen entstanden Ideen für das „Kochbuch der Zukunft“. Es wurde gesammelt, kombiniert, gestaltet, diskutiert und auf eigenen Leinwänden sichtbar gemacht. Die Ergebnisse waren so vielfältig wie die Menschen und Perspektiven im Raum. Graphic Recorder Mathias Suess hielt die Gedanken und Ideen des Tages live fest.
Auch KÜKO-Projekte wie die Reihe SOUVENIR fanden ihren Platz im Programm. Mit Wettbewerben, Pop-up-Läden, einem Concept Store in Hof und begleitenden Masterclasses fördert KÜKO kreative Talente und entwickelt neue Möglichkeiten für die Region.
Cross Innovation lebt von Begegnung
Was bleibt von diesem Tag? Natürlich viele Ideen, Impulse und neue Kontakte. Vor allem aber das Erlebnis, wie viel entstehen kann, wenn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen wirklich miteinander arbeiten – nicht nur nebeneinander.
Das begeisterte Feedback der Teilnehmenden, darunter auch Kräuterpädagogin Eva Rundholz, bestätigte den Wert des Formats und der Cross-Innovation-Reihe. Der Tag hat gezeigt: Regionale Zukunft entsteht dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen, wo man einander zuhört und gemeinsam Neues ausprobiert.
Drei Frauen, ein gemeinsames Ziel – und ein starkes Netzwerk dahinter
Dass dieser Tag so rund und lebendig verlief, war kein Zufall. Sabine Gollner, 1. Vorsitzende und Geschäftsführerin der KÜKO, führte als Moderatorin souverän durch das Programm, stellte die Referentinnen und Referenten vor, würdigte ihre Beiträge und hielt den roten Faden der Veranstaltung vom ersten bis zum letzten Programmpunkt in der Hand.
Dr. Cornelia Nicodemus von der IHK für Oberfranken Bayreuth erläuterte, warum sich die IHK für die Kultur- und Kreativwirtschaft interessiert: Kreative Kompetenzen sind ein wichtiger Motor für Innovation. Formate wie Cross Innovation FOOD bringen unterschiedliche Branchen und Perspektiven zusammen – genau dort können neue Ideen und Kooperationen entstehen.
Die inhaltliche Brücke zwischen Kulinarik, Design und Kreativwirtschaft hatte Silka Mitchell von Leepswood Design geschlagen. Als Designerin und Raumgestalterin, die unter anderem mit dem AURA in Wirsberg zusammenarbeitet, brachte sie ihre Erfahrungen und Kontakte ein. Ohne ihren Impuls und ihre Mitwirkung hätte es Cross Innovation FOOD in dieser Form nicht gegeben.
Und natürlich war das eine echte Gemeinschaftsleistung: Rund zwölf KÜKO-Mitglieder hatten den Tag mit vorbereitet, gestaltet, Beiträge eingebracht, organisiert und im Hintergrund dafür gesorgt, dass alles ineinandergreift. Ihnen allen gilt ein ganz besonderer Dank.
Das Foto zeigt die drei Organisatorinnen des Tages: Silka Mitchell, Sabine Gollner und Dr. Cornelia Nicodemus – mit Blumen, aber vor allem mit einem gemeinsamen Erfolg.
Mit Unterstützung möglich gemacht
Cross Innovation FOOD wurde im Rahmen der Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie durch die Oberfrankenstiftung unterstützt. Unser Dank gilt auch diesen Förderpartnern, die solche Begegnungen und die Entwicklung neuer Formate in der Region ermöglichen.
Ein herzliches Dankeschön an die Adalbert-Raps-Stiftung und das Team des Heinersreuther Hofs, an die IHK für Oberfranken Bayreuth als Kooperationspartner, an alle Referentinnen und Referenten, Mitwirkenden und natürlich an die Teilnehmenden. Ihr habt diesen Tag zu dem gemacht, was er war.
Cross Innovation FOOD war eine Veranstaltung der Künstlerkolonie Fichtelgebirge e.V. (KÜKO) – mit Unterstützung der beteiligten Partner und Förderer.


























































